WM 2014 Teilnehmercheck – Afrika

Im afrikanischen Fußballverband CAF spielten sich 51 Nationenteams fünf heißbegehrte Tickets für die Weltmeisterschaft in Brasilien aus. Eigentlich wären es 53 Nationen spielberechtigt gewesen, doch Mauretanien und Mauritius zogen ihren Start freiwillig vor Beginn der Qualifikation zurück. Die Qualifikation fand in drei Phasen statt. Am Ende setzten sich die Elfenbeinküste, Nigeria, Kamerun, Ghana sowie Algerien durch.

Elfenbeinküste

Die Elefanten, wie die Ivorer genannt werden, stiegen als gesetztes Team in Runde zwei ins Geschehen ein. In der Gruppenphase hatte die Elfenbeinküste wenig Problem. Mit vier Siegen sowie zwei Unentschieden gegen den größten Konkurrenten Marokko, stieg man souverän ins Playoff auf. In der entscheidenden Phase der Qualifikation bekam man mit Senegal einen harten Gegner zugelost. Nach einem 3:1-Sieg vor heimischen Publikum entwickelte sich im Senegal eine spannende Partie, die bis zum Schlusspfiff spannend blieb. Letztendlich beendete der 1:1-Ausgleichstreffer von Salomon Kalou in der Nachspielzeit die WM-Träume der Senegalesen. Die Ivorer verfügen über einen sehr offensivstarken Kader. Allen voran ist Superstürmer Didier Drogba zu nennen, der im Laufe seiner Karriere so manches Spiel im Alleingang entscheiden konnte. Ihm zur Seite stehen Stars wie Salomon Kalou oder Yaya Toure, die ihr Geld bei  europäischen Topklubs verdienen.

Ghana

Relativ problemlos gestaltete sich die Qualifikation für Ghana. Die Black Stars stiegen in der Gruppenphase und bekamen es mit Sambia, Lesotho und dem Sudan zu tun. Nach fünf Siegen in sechs Partien durfte man sich über das Erreichen des Playoff freuen. Dort traf man auf den dreifachen Afrikameister Ägypten. Nach einem 6:1-Kantersieg im Hinspiel, reichte eine 1:2-Niederlage für die Qualifikation an der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien. Einer der Stars der Mannschaft ist Kevin-Prince Boateng. Der Neo-Schalker befindet sich derzeit auf dem Zenit seiner Karriere und kann oft den Unterschied in engen Partien ausmachen. Mit Michael Essien und Sullay Muntari verfügt Ghana zudem über erfahrene Topspieler, die der jungen Mannschaft die nötige Sicherheit geben.

Kamerun

Nach einem Freilos in der ersten Runde wurden Kamerun in eine Gruppe mit Libyen, Togo und der Demokratischen Republik Kongo gelost. In der wohl härtesten Gruppe der afrikanischen Qualifikation blieb es bis zum letzten Spieltag spannend. An diesem kam es zum direkten Duell um den Gruppensieg zwischen Kamerun und Libyen. In einer packenden Partie setzten sich die unzähmbaren Löwen mit 1:0 durch und sicherten sich somit die Teilnahme am Playoff. In der letzten Phase der Qualifikation trafen die Westafrikaner auf Tunesien. Nach einem torlosen Remis im Hinspiel fegte Kamerun vor heimischen Publikum über Tunesien hinweg und gewann mit 4:1. Star des Teams ist Samuel Eto’o. Der Stürmer im Diensten des FC Chelsea ist seit Jahren die zentrale Figur im Spiel der Kameruner.

Nigeria

Für die Super Eagles ist es die sechste WM-Teilnahme in Serie. Wie auch die Elfenbeinküste, Ghana, Kamerun und Algerien, war auch Nigeria gesetzt und stieg erst in die Gruppenphase der Qualifikation ein. Dort traf man auf Kenia, Malawi sowie Namibia auf schlagbare Gegner. Zwar überstanden die Nigerianer die Gruppenphase ohne Niederlage, dafür musste man sich drei Mal lediglich mit einem Remis zufrieden geben. Trotzdem reichte es zum Sieg im Pool und somit zur Teilnahme am Playoff. In diesem bekamen es die Super Eagles mit Äthiopien zu tun. Hier gab sich Nigeria keine Blöße und stieg nach zwei Siegen mit einem Gesamtscore von 4:1 auf. Der unumstrittene Star des Teams ist John Obi Mikel. Der Chelsea-Akteur zieht im Mittelfeld die Fäden und ist für die Westafrikaner nur schwer zu ersetzen. Neben ihren Topstar verfügt Nigeria über einige sehr talentierte junge Spieler wie etwa Victor Moses. Zudem hat man mit Vincent Enyeama einen der besten Torhüter der Welt zwischen den Pfosten stehen.

Algerien

Wie alle afrikanischen Topteams musste auch Algerien erst in der Gruppenphase in die Qualifikation einsteigen. Dort hießen die Gegner Mali, Benin und Ruanda. Mit fünf Siegen in sechs Partien schaffte man problemlos den Aufstieg ins Playoff. Dort traf man auf den Zweiten des Afrika Cups, Burkina Faso, die das Hinspiel mit 3:2 für sich entscheiden konnten. Algerien stand vor dem Heim- bzw. Rückspiel gehörig unter Druck und benötigte unbedingt einen Sieg. Durch einen 1:0-Erfolg und dank der Auswärtstorregel glückte den Algerien letztlich doch noch die erfolgreiche WM-Qualifikation. Algerien ist gespickt mit talentierten Spielern. Einer der Stars ist Yacine Brahimi, der beim FC Granada engagiert ist und im Mittelfeld die Fäden zieht.