WM 2014 Teilnehmercheck Europa – Außenseiter

Teilnehmercheck Europa – Außenseiter

Europa stellt mit insgesamt 13 Nationen das größte Kontingent aller Kontinente bei der Weltmeisterschaft in Brasilien. In der Qualifikation traten die 53 Verbände der UEFA in acht Sechsergruppen sowie einer Fünfergruppe gegeneinander an. Die Gruppensieger lösten direkt das Ticket für die Weltmeisterschaft, während die acht besten Zweitplatzierten im Playoff gegeneinander antreten mussten und sich so die letzten vier Plätze der Endrunde 2014 ausspielten. Die Außenseiter aus Europa lauten Kroatien, Griechenland, Russland sowie Bosnien und Herzegowina.

Kroatien

Die Kroaten qualifizierten sich über den Umweg Playoff für die WM-Endrunde. In der K.O.-Runde setzte sich das Team von Trainer Niko Kovac, der die Mannschaft nach dem Rücktritt von Igor Stimac übernahm, nach einem 0:0 in Island mit 2:0 vor heimischen Publikum durch. Zuvor belegten die Kroaten in der Gruppenphase den zweiten Rang hinter Belgien, ließen aber Erzrivalen Serbien hinter sich. Für die junge Nation Kroatien ist es die vierte Teilnahme bei einer Weltmeisterschaft. Beim ersten Antreten 1998 überraschte das Team und wurde auf Anhieb Dritter. 2002 sowie 2006 scheiterte die Mannschaft bereits in der Gruppenphase, während man sich 2010 erst gar nicht für die Endrunde qualifizieren konnte. In einer Gruppe mit Gastgeber Brasilien wird man sich mit Kamerun sowie Mexiko um den zweiten Platz matchen. Kopf der Mannschaft ist Dario Srna, der das Team mit all seiner Erfahrung auf dem Rasen leitet. Im Mittelfeld steht ihm mit Luka Modric ein kongenialer Partner zur Seite. Im Sturm stechen die Bundesliga-Profis Mario Mandzukic sowie Ivica Olic heraus.

Griechenland

Trotz einer fulminanten Qualifikation, die mit 25 Punkten endete, reichte es für Griechenland nicht zum Sieg in Pool G. Lediglich das schlechtere Torverhältnis gegenüber Bosnien und Herzegowina verhinderten die direkte Qualifikation der Helenen für die Endrunde in Brasilien. Im Playoff trafen die Griechen auf Rumänien. Den Grundstein für das erfolgreiche Lösen des WM-Tickets legte Griechenland bereits im Hinspiel, als man sich mit 3:1 durchsetzen konnte. Im Rückspiel reichte dem Team ein souveränes 1:1. Bei der Weltmeisterschaft in Brasilien hoffen die Helenen erstmals die Gruppenphase zu überstehen. Die Chancen für das Erreichen des Achtelfinales stehen gut, die Griechen treffen mit auf Teams die allesamt auf Augenhöhe stehen sollten. Schlüsselspieler im Kader der Griechen ist Routinier und Kapitän Giorgos Karagounis, der die Fäden im Mittelfeld zieht. In der Abwehr ragen die Bundesliga-Legionäre Kyriakos Papadopoulous und Sokratis Papasthadoupoulus heraus.

Russland

Russland konnte unter Trainer Fabio Capello in der Qualifikation für die Endrunde überzeugen, setzte sich vor Favorit Portugal als Gruppensieger durch und vermeidete somit den Gang in die Relegation. Bei der WM gelten die Russen neben Belgien als Favorit der Gruppe H, Algerien und Südkorea werden lediglich Außenseiterchancen gegeben. Mit der guten Auslosung im Rücken ist den Russen durchaus die ein oder andere Überraschung zuzutrauen. In einer Ausgeglichenen Mannschaft stechen Torwart Igor Akinfeev sowie Toptorjäger Alexander Kerzhakov hervor.

Bosnien und Herzegowina

Einer der WM-Neulinge ist Bosnien und Herzegowina. Die Balkankicker sorgten in der Qualifikation mit Acht Siegen in Zehn Partien für Furore und setzten sich aufgrund des besseren Torverhältnisses gegen Griechenland durch. Die Chancen, dass es bei der WM-Premiere auf Anhieb mit dem Erreichen des Achtelfinales klappt, stehen gut, denn mit dem Iran sowie Nigeria befinden sich zwei der drei Gruppengegner zumindest auf Augenhöhe. Lediglich der zweifache Weltmeister Argentinien dürfte für die Bosnier noch eine Nummer zu groß sein. Herzstück des Teams ist der Angriff. Mit Edin Dzeko und Vedad Ibisevic verfügt man über zwei brandgefährliche Stürmer, die in engen Partien den Unterschied ausmachen können. Hinter dem Traumsturm agiert weiterhin Zvjezdan Misimovic als Mittelfeldmotor. Im Tor steht mit Asmir Begovic zudem einer der besten Keeper der englischen Premier League.

Hier findest du einen genauen Verlauf der europäischen Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien.