WM 2014 Teilnehmercheck Europa – Favoriten

Europa stellt mit insgesamt 13 Nationen das größte Kontingent aller Kontinente bei der Weltmeisterschaft in Brasilien. In der Qualifikation traten die 53 Verbände der UEFA in acht Sechsergruppen sowie einer Fünfergruppe gegeneinander an. Die Gruppensieger lösten direkt das Ticket für die Weltmeisterschaft, während die acht besten Zweitplatzierten im Playoff gegeneinander antreten mussten und sich so die letzten vier Plätze der Endrunde 2014 ausspielten. Zu den Favoriten der Europäischen-Teilnehmer zählen neben Titelverteidiger Spanien auch Deutschland, die Niederlande sowie Italien.

Spanien

Die Furia Roja fährt als Titelverteidiger nach Brasilien und erhofft sich ihre Vormachtstellung im internationalen Fußball beizubehalten. Immerhin gewannen die Iberer nicht nur die letzte Weltmeisterschaft, sondern auch die Europameisterschaften 2008 sowie 2012. Spanien zählt auch diesmal zum engsten Favoritenkreis. In der Qualifikation landete Spanien im einzigen Fünferpool. Die Iberer gewannen die Gruppe vor Frankreich, der Weltmeister von 1998 musste in Folge ins Playoff. Spanien kann bei ihrer Kaderzusammenstellung auf zahlreiche Superstars des internationalen Fußballballs zurückgreifen. Ob die Spanier erneut den WM-Pokal stemmen werden, hängt vor allem von der Form des kongenialen Mittelfeldgespannes, Andres Iniesta sowie Xavi Hernandez, ab, die an den Triumphen der letzten drei Großereignisse maßgeblichen Anteil hatten. Das in die Jahre gekommene Traum-Duo wird bei der Mission Titelverteidigung von Stars wie Gerald Pique, Carles Puyol, Juan Mata oder Fernando Torres, um nur eine Handvoll zu nennen, unterstützt.

Niederlande

Fast traditionell problemlos setzte sich die Niederlande im Qualipool E durch. Die Oranje gewann neun der zehn Partien und musste lediglich ein Unentschieden beim 2:2 in Estland hinnehmen. Nach dem Erreichen des Endspiels bei der letzten Weltmeisterschaft, hoffen die Niederländer auf einen ähnlichen Verlauf bei der WM in Brasilien und träumen vom großen Coup. Kritik gab es in Richtung FIFA nach der Endrunden-Auslosung, da es die Niederlande bereits in der Gruppenphase mit Titelverteidiger Spanien zu tun bekommt. Somit kommt es bereits am ersten Spieltag zur Neuauflage des Finales von Südafrika. Dem nicht genug, bekam man mit Chile einen der stärksten südamerikanischen Vertreter zugelost. Trotz der harten Auslosung sind die Oranje sicherlich zum erweiterten Favoritenkreis zu zählen. Besonders in der Offensive hat der Kader enorme Qualität. Speziell Bayern-Ass Arjen Robben und Mittelfeldstratege Wesley Sneijder drücken der Mannschaft ihren Stempel auf.

Deutschland

Deutschland kommt als einer der Topfavoriten nach Brasilien. Bereits in der Qualifikation beeindruckte die DFB-Elf durch sehenswerten Fußball und gewann ihre Gruppe souverän vor Schweden und Österreich. Die Deutschen belegten bei der Weltmeisterschaft 2010 den Dritten-Rang. Dabei musste man sich im Halbfinale dem späteren Sieger Spanien geschlagen geben, ehe man gegen Uruguay einen Platz auf dem Siegertreppchen sichern konnte. Der Kader des dreifachen Weltmeisters zählt sicherlich zu den stärksten der Endrunde. Im Tor verfügt der DFB mit Manuel Neuer über den Welttorwart 2013, der mit seinen außergewöhnlichen Fähigkeiten jederzeit den Unterschied ausmachen kann. Vor ihm stehen mit Spielern wie Jerome Boateng, Mats Hummels oder Philipp Lahm ein paar der besten Verteidiger der Welt. Im Mittelfeld ziehen Mesut Özil und Bastian Schweinsteiger die Fäden, während im Angriff Thomas Müller und Miroslav Klose stets für Gefahr sorgen.

Italien

Die Azzurri zählen für viele nicht zu den ganz großen Favoriten. Davon könnten die Italiener jedoch profitieren, denn bereits bei der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland war das Team in einer ähnlichen Situation und konnte bekannter Weise den Titel holen. In der Qualifikation sicherte sich das Team von Coach Cesare Prandelli ohne groß zu glänzen den Gruppensieg und musste dabei keine einzige Niederlage einstecken. Herzstück der Squadra Azzurra ist einmal mehr die Abwehr, die im Schnitt weniger als ein Tor pro Spiel hinnehmen muss. Im Tor der italienischen Elf steht mit Gianliugi Buffon ein mehrfacher Welttorhüter. Der 38-Jährige ist nicht mehr in der Form vergangener Tage, bewies jedoch in der Vergangenheit, dass er sich mit zunehmender Bedeutung des Spiels steigern kann. Mit all seiner Erfahrung kann Buffon erneut zu einem wichtigen Erfolgsfaktor für die Italiener werden. Erfahrung und Spielwitz verbindet Mittelfeldstratege Andrea Pirlo. Der „Altmeister“ will bei seinem wohl letzten großen Turnier noch einmal beweisen, dass er eine Mannschaft zum Titel führen kann. Im Sturm ragt das Infant Terrible, Mario Balotelli heraus. Bei der Europameisterschaft 2012 wurde Balotelli zum Sargnagel des DFBs, als dieser nahezu im Alleingang die Deutschen aus dem Wettbewerb schoss.

Wirf einen Blick auf den Verlauf der europäischen Qualifikation für die Fußball Weltmeisterschaft in Brasilien.