WM 2014 Teilnehmercheck – Nord- und Mittelamerika

Im nord- und mittelamerikanischen Fußballverband, CONCAF, spielten insgesamt 35 Nationalmannschaften um die heißbegehrten Tickets zur Weltmeisterschaft in Brasilien. Diese wurden an die Top drei Teams vergeben, der Vierte der letzten Quali-Runde musste den Umweg über das interkontinentale Playoff gegen den ozeanischen Vertreter gehen. Die Qualifikation fand in vier Phasen statt – letztendlich konnten sich die USA, Costa Rica, Honduras sowie Mexiko durchsetzen.

Vereinigte Staaten von Amerika

Die US-Boys stiegen in der dritten Qualifikationsrunde ins Geschehen ein. Nach dem souveränen Gruppensieg hieß das Ziel, einen der drei Topplätze in der finalen Gruppenphase zu erreichen. Nach einer Niederlage im ersten Spiel gegen Honduras, stand Coach Jürgen Klinsmann schnell unter Kritik. Diese sollte jedoch bald verstummen, denn der ehemalige Bundestrainer führte das US-Team zum souveränen Gruppensieg und damit zur WM 2014. Den größten Erfolg bei Weltmeisterschaften verbuchte die USA bereits 1930, als man den dritten Rang erobern konnte. In jüngerer Vergangenheit stehen eine Viertelfinalteilnahme bei der WM in Japan und Südkorea (2002) sowie das Erreichen des Achtelfinales in Südafrika (2010), zu Buche. Die US-Amerikaner bestechen bei der Zusammenstellung ihres Kaders vor allem durch ihre Geschlossenheit. Die wohl bekanntesten Spieler der Klinsmann-Elf sind die beiden Premier League Akteure Clint Dempsey und Jozy Altidore, sowie Landon Donovan von L.A. Galaxy.

Costa Rica

Costa Rica musste ebenfalls erst in der dritten Runde der CONCAF-Qualifikation einsteigen. Dabei sicherte sich das Team von Coach Jorge Luis Pinto den zweiten Rang hinter Mexico, der sie in die entscheidende Gruppenphase hievte. Dort überraschte die lateinamerikanische Auswahl indem sie sich vor Honduras und Mexiko, den zweiten Platz hinter den USA sichern konnte. Durch eine fulminante Qualifikation waren die Costa Ricaner bereits zwei Runden vor Ende der Gruppenphase fix für die Teilnahme an der WM-Endrunde berechtigt. Für Costa Rica ist zum vierten Mal bei einer Weltmeisterschaft dabei. Der größte Erfolg war das Erreichen des Achtelfinales 1990. Costa Rica zählt zu den größten Außenseitern der Endrunde. In der Gruppe mit den drei Weltmeistern Italien, England sowie Uruguay wird Costa Rica wohl nur die WM-Touristen-Rolle bleiben. Bekanntester Spieler der Ticos ist Bryan Ruiz, der zu den Leistungsträgern des Premier-League-Klubs FC Fulham zählt.

Honduras

Honduras wusste bereits in der dritten Quali-Phase zu überzeugen. Die La H gewann die Gruppe und stieg gemeinsam mit Panama in die entscheidende Gruppenphase auf, während Kanada und Kuba den Kürzeren zogen. In dieser ließ Honduras Jamaika, Panama sowie Mexiko hinter sich und sicherte sich durch das Erreichen des dritten Platzes die Teilnahme an der Fußball-WM in Brasilien. Die Zentralamerikaner sind zum dritten Mal bei einer Weltmeisterschaft dabei. Erstmals soll 2014 das Achtelfinale erreicht werden. Ein schweres Unterfangen in einer Gruppe mit Frankreich, der Schweiz sowie Ecuador. Honduras ist ein Team ohne große Namen. Der bekannteste Spieler ist Emilio Izaguirre, der seinen Sold bei Celtic Glasgow verdient.

Mexico

Für die Mexikaner war es eine verkorkste Qualifikation. Trotz der spielerisch größeren Möglichkeiten kam der Confed-Cup-Sieger von 2001 nicht über den vierten Platz in der entscheidenden Gruppenphase hinaus und musste somit im interkontinentalen Playoff gegen den ozeanischen Vertreter Neuseeland antreten. Mit einem 9:3-Gesamterfolg in Hin-und Rückspiel fixierten die Mexikaner ihre 15. WM-Teilnahme. Die größten Erfolge verbuchte die El Tri bei ihren Heimweltmeisterschaften 1970 sowie 1986 als man jeweils das Viertelfinale erreichen konnte. Fast schon traditionell sind dagegen die Ausscheiden im Achtelfinale. Fünf Mal scheiterten die Mexikaner in der Runde der besten 16 Teams – so auch 2010 in Südafrika. In einer Gruppe mit Brasilien, Kroatien sowie Kamerun scheint vom zweiten bis zum letzten Platz alles möglich zu sein. Unbestrittener Star des Teams ist Javier Hernandez von Manchester United, der liebevoll auch Chicharito (Erbschen) genannt wird.

Wirf einen Blick auf den genauen Verlauf der Qualifikation des Nord- und Mittelamerikanischen Fußballverbands CONCAF.